Voranzeige: Neuer Forschungsbericht

Rolf Schoch, "Novartis – 10 Jahre danach. Forschungsbericht über Bevölkerungsumfragen zur Mega-Fusion von Ciba und Sandoz 1996 im Lichte der seitherigen Entwicklungen"

Erschienen im Verlag WISO DR. SCHOCH + PARTNER, Horgen.

Wie reagierte die Öffentlichkeit auf den Zusammenschluss von zwei Schweizer Grosskonzernen der Pharmaindustrie? Drei vor und nach der Novartis-Gründung durchgeführten repräsentativen, gesamtschweizerischen Meinungsumfragen in der Bevölkerung gaben am Beispiel der spektakulären Fusion von Ciba und Sandoz zum neuen Grosskonzern Novartis einen Einblick in die Auswirkungen von Mega-Mergers auf die Bevölkerung. Die Resultate zeigen den damals aktuellen Stand des Wis-sens, der Meinungen, Einstellungen und Erwartungen, teilweise auch der Ängste und Befürchtungen in der Öffentlichkeit.

Novartis feiert dieses Jahr das 10-jährige Jubiläum ihrer Existenz. Aus diesem aktuellen Anlass hat der Autor die Aussagen der Befragten in drei Befragungswellen von 1996 und 1997 mit insgesamt rund 2'300 Interviews mit den tatsächlichen Entwicklungen in den folgenden zehn Jahren verglichen. Wie sind die damaligen Umfrageergebnisse retrospektiv, im Lichte der Entwicklungen im vergangen Jahrzehnt und des Zustands von Novartis heute, zu interpretieren und zu kommentieren? Die Fusionswelle rollt immer noch weiter; im Jahr 2006 war die Zahl der Mergers & Acquisitions weltweit grösser als jemals zuvor. Die Studienergebnisse sind deshalb heute so aktuell wie damals.

Der Forschungsbericht enthält erstens Zahlreihen, basierend auf Unternehmensdaten von Novartis über die Entwicklung von Umsatz, Gewinn, Forschungsaufwand, Personalbestand und Personalaufwand des Gesamtkonzerns sowie teilweise der Division Pharmazeutika für die Jahre 1996 bis 2005, also das ganze erste Jahrzehnt der Existenz von Novartis. Er präsentiert zweitens die Resultate der damaligen Meinungsumfragen. Einige ausgewählte Umfrageergebnisse sind:

 

Bekanntheitsgrad

Im Zeitpunkt der ersten Umfrage wussten insgesamt gut neun von zehn Befragten von der Fusion und kannten eine oder beide der beteiligten Firmen mit Namen. Der neue Konzern Novartis dagegen war ausserhalb der Agglomeration Basel noch wenig bekannt (Grafik). Die drei Kernbereiche von Novartis, die so genannten "Life Sciences" – Pharma, Landwirtschaft und Ernährung –, kannten Anfang 1996 erst wenige.

 

Informationsbedürfnisse

Es bestand ein verbreiteter Wunsch in der Bevölkerung nach zusätzlicher Information über Gründe und Auswirkungen der Fusion. Der Corporate Communication von Novartis war es damals nicht gelungen, alle offenen Fragen in der Bevölkerung befriedigend zu beantworten.

 

Zukunftsaussichten

Trotzdem wurden die Zukunftschancen und Entwicklungsaussichten von Novartis von den Befragten überwiegend als gut bis sehr gut beurteilt.

 

Gewinner und Verlierer der Fusion

Die Manager und Aktionäre wurden als Gewinner gesehen, die Arbeitnehmer hingegen eindeutig als Verlierer der Fusion. Diese Meinung erscheint als durchaus realistisch, wie sich in der Folge zeigte. Dies, wenn man an die Vergütungen der Topkader von Novartis denkt – aktuelle Stichworte sind hier: "Hohe Managerlöhne",(Vasella), "Volksinitiative gegen Abzockerei" etc.

 

Gründe für die Fusion

Umsatz- und Gewinnsteigerung waren vermutete Hauptgründe der Fusion. Die Befragten stimmten in ihren Aussagen nur teilweise mit den "offiziellen" Begründungen der Novartis-Spitzen überein. Die langfristigen, strategischen Motive wurden zu wenig klar kommuniziert und in der Bevölkerung zu wenig beachtet.

 

Glaubwürdigkeit der Meldungen über Arbeitsplatzabbau

Der Schätzung von Novartis, dass etwa 3'000 Arbeitsplätze allein in der Schweiz verloren gehen werden, vertraute damals nur knapp ein Drittel. Mehr als die Hälfte erwartete für später einen noch grösseren Arbeitsplatzabbau.

 

Die generellen Einstellungen zu Grossfusionen

Die Einstellungen zu Mega-Fusionen im Allgemeinen waren in der Bevölkerung ambivalent. Bezüglich der Vorteile und Nachteile von Grossfusionen für die Schweiz als Ganzes glaubte etwas mehr ein Drittel, dass diese insgesamt mehr Vorteile als Nachteile bringen, gleich viele genau das Gegenteil. Die von den beiden Firmen der Öffentlichkeit übermittelte Botschaft von der ökonomischen Notwendigkeit der Fusion wurde durch Verunsicherung, Skepsis und Angst vor Stellenabbau teilweise neutralisiert.

 

Milderung der sozialen Auswirkungen

Umschulungs- und Weiterbildungspro­gramme, vorzeitige Pensionierung älterer Arbeitnehmer sowie Hilfe bei der Suche nach einer neuen Stelle waren die meistgenannten Massnahmen, welche von den Firmen zur Milderung der Auswirkungen auf die Arbeitnehmer erwartetet wurden. Die Firmen selbst hatten die Prioritäten anders gesetzt. Das Signal an die Verantwortlichen, bei Fusionen die Auswirkungen auf die Arbeitnehmer stärker zu berücksichtigen, war klar und unmissverständlich.

 

Shareholder Value versus Stakeholder Value

Den Begriff "Shareholder Value", der im Zusammenhang mit der Novartis-Fusion in den Medien oft verwendet wurde, kannte zur Zeit unserer Umfrage die Mehrheit der Befragten nicht oder nur ungenau. Trotzdem unterstützten die meisten die Auffassung, die Verantwortung der Geschäftsleitung einer Unternehmung erstrecke sich nicht nur auf den Wert der Unternehmung für die Aktionäre, sondern auch auf andere Anspruchs- und Interessengruppen wie z.B. Arbeitnehmer, Kunden, Lieferanten, Staat etc. (Stakeholders).

 

 

Preis des Forschungsberichts:

als Ausdruck auf Papier: Fr. 150.- (116 Seiten, 10 Tabellen, 30 Farbdiagramme. (Bestellformular)

 

Auslieferung und Auskünfte:

WISO DR. SCHOCH + PARTNER

WIRTSCHAFTS- UND SOZIALFORSCHUNG

Dr. Rolf Schoch, Inhaber/Geschäftsführer

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