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Vorteile einer zunehmenden Verbreitung von Telework & Electronic Commerce für Telekommunikations- und Computerfirmen

Aufgrund der uns vorliegenden Informationen und Erfahrungen der Empirica GmbH Bonn, welche seit mehreren Jahren regelmässig u.a. für die Deutsche Telekom Einsatz und Verbreitung der Telearbeit untersucht, können wir die Vorteile der Neuen Technologien für die Telekommunikations- und Computerbranche der Schweiz wenigstens teilweise grob abschätzen. Dabei gehen wir von der Annahme aus, dass der Anteil der Telearbeiter/-innen an der Gesamtzahl aller Erwerbstätigen in der Schweiz von gegenwärtig rund 2 % in Zukunft mittelfristig auf rund 10 % oder 380'000 Personen gesteigert werden sollte und könnte - wie dies seinerzeit im sog. Bangemann-Report der EU-Kommission als Zielsetzung für das Jahr 2000 formuliert wurde.

 1. Vorteile für Telekommunikationsfirmen

Erhöhung der Netzlast durch Telearbeit

In Deutschland hat Empirica ausgerechnet, dass ein durchschnittlicher Telearbeiter Kommunikationskosten von ca. 400.- DEM pro Monat oder rund 4000.- DEM pro Jahr verursacht. Bei mittelfristig 10% Anteil an Telearbeitern (ca. 3 Mio.) ergibt dies Umsätze von 12.000.000.000.- DEM. In wieweit generell diese deutschen Ansätze dem Schweizerischen Preisniveau entsprechen, müsste noch abgeklärt werden. Jedoch kann man daraus ableiten, dass sich bei gleichen Tarifen zu heutigen Ansätzen für die Schweiz umgerechnet ein Marktpotential von über einer Milliarde Franken pro Jahr ergäbe.

 Erhöhter Absatz von Endgeräten und ISDN-Anschlüssen

angefangen von einfachen ISDN-Anschlüssen (Zahl der Telearbeiter x 51.- DEM), über Telefongeräte (Zahl der Telearbeiter x ca. 250.- DEM) bis hin zu Computerhardware. Erstere würden für die Schweiz analog dazu rund 94 Mio. Franken ausmachen.

 Erhöhte Nachfrage nach Dienstleistungen

Hier geht es um zusätzliche Leistungen in Form von Beratung und Schulung von Firmen und angehenden Telearbeitern bzw. des Kaders bei der Einführung von Telearbeit, da direkt produktbezogene Beratung von den Kunden in der Regel nicht als separat verrechenbare, sondern als im Kaufpreis enthaltene Dienstleistung gesehen wird. Repräsentative Erfahrungszahlen in diesem zukunftsträchtigen und expandierenden Bereich liegen aus Deutschland bis heute noch keine vor und können auch für die Schweiz vorläufig kaum richtig abgeschätzt werden. Die Deutsche Telecom habe übrigens momentan Probleme, spezielle Beratungsdienstleistungen für Telearbeit im ganzen Land flächendeckend anbieten zu können, da es an geeignetem Personal fehle.

 Um die Vorteile der Telearbeit nutzen zu können, ist es nach den strategischen Überlegungen der deutschen Experten erforderlich, dass SWISSCOM und andere Schweizer Telekommunikationsfirmen ihre Produkte (Hard- und Software) bündeln, um ein eigentliches Telearbeits-Produktportfolio aufzubauen. Dieses sollte sowohl den Low- als auch den High End-Markt bedienen und zusätzlich Spezialmärkte abdecken können. Dies sollte einhergehen mit dem Aufbau und der Bereitstellung spezieller Dienstleistungen, beispielsweise von E-Commerce- und Telearbeit-Service- und Kompetenzzentren.

 

2. Vorteile für Computerfirmen

Nach den Erfahrungszahlen aus Deutschland kostet die Hardware - Rechner mit Modem, Graphikkarte, Bildschirm, Drucker oder Drucker-Fax-Kombigerät - pro Telearbeitsplatz ca. 5'500.- DEM; dazu kommen ca. 1.500.- DEM für Routertechnik; für Software (Betriebssystem, Terminal-Emulation, Office-Software und Kommunikationssoftware) ca. 1'500.- DEM. Auf der Basis der Annahme vergleichbarer Beträge kommt man für die Schweiz bei 380'000 Telearbeitsplätzen auf ein Umsatzvolumen in der Grössenordnung von total rund 2,5 bis 3 Milliarden Franken.

Da bereits schon jetzt die PC-Dichte in den Privathaushalten der Schweiz vergleichsweise sehr hoch ist, handelt es sich dabei aber natürlich nur zum Teil um einen echten Nettozuwachs infolge von Telearbeit. Im weiteren ist zu beachten, dass zumindest mittelfristig einige Beschaffungen für zentrale Arbeitsplätze durch das dann praktizierte Desk-Sharing entfallen werden Andererseits muss aber auch davon ausgegangen werden, dass in dezentralen Betriebsstätten pro 10 Telearbeiter sicherlich auch etwa Fr. 1'500 an Kosten für die Erweiterung der zentralen Routertechnik erforderlich werden.

   

  1. Ausgangslage, Problemstellung und Zielsetzung
  2. Forschungsdesign der Bevölkerungsbefragung (General Population Survey GPS) von WI.SO
  3. Forschungsdesign Unternehmungsbefragung (Decision Maker Survey) der FHSO
  4. Budget / Kosten Teilprojekt WI.SO
  5. Zeitplan / Termine
  6. Anhang

 

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